Die Filmkritik: Marvel’s „Doctor Strange“ ist ein atemberaubendes visuelles Erlebnis

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Doctor Strange © Marvel

 

Marvel’s neuester Streich im Marvel Cinematic Universe hört auf den Namen „Doctor Strange“. Unter Comic-Fans eine feste Größe, dürfte er vielen normalen Zuschauern eher unbekannt sein und er gehörte bislang nicht in die Riege der populären Superhelden, die in den Avengers Filmen oder Captain America: Civil War mitgespielt haben.

 

Der Film erzählt die Geschichte des Neurochirurgen Dr. Stepen Strange, der nach einem tragischen Autounfall die Fähigkeit zu praktizieren verliert, da er schwere Handverletzungen davongetragen hat. Im Laufe des Films lernt er, sein Ego beiseitezuschieben und entdeckt die Geheimnisse einer ihm bislang verborgenen Welt der Mystik und alternativen Dimensionen. In New York City’s Greenwich Village angesiedelt, muss Doctor Strange als Vermittler zwischen der realen und der verborgenen Welt agieren.

Atemberaubendes Superheldenkino

Mit Doctor Strange erhält jetzt auch die Magie Einzug ins Marvel Cinematic Universe. Und was das für den Film bedeutet zeigt dieser ein ums andere Mal in teils wirklich atemberaubenden und spektakulären Momenten. Die visuelle Darstellung ist ganz klar ein riesiger Pluspunkte, den sich Doctor Strange hier sichert. Lange haben Cineasten darauf gewartet, dass ein Film es schafft wirklich beeindruckende visuelle Effekte zu kreieren, die aus der Masse, an heutzutage wirklich guten Effekten, herausstechen.

 

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Doctor Strange © Marvel

 

Das gute am Film ist, das die Szenen nicht der reinen Effekthascherei dienen, sondern ein wirklich surreales, fast schon psychedelisches Bild auf eine Welt der Magie liefern. Das große Potential was hierin begraben lag, und lange im MCU ignoriert wurde, wurde voll ausgeschöpft.

 

Benedict Cumberbatch als neuer Held im MCU

Einen zweiten großes Pluspunkt konnte man mit der Besetzung der Rollen erzielen. Egal ob Benedict Cumberbatch (Doctor Strange), Chiwetel Ejiofor (Baron Mordo), Tilda Swinton (The Ancient One) oder Rachel McAdams (Christine Palmer), alle Schauspieler haben großes Potential und dieses auch ein ums andere Mal gezeigt. Man muss hier aber ganz klar festhalten, dass Benedict Cumberbatch als Protagonist klar die große Dominante im Film ist. Ich hätte mir keinen Schauspieler vorstellen können, der Doctor Strange ebenso charismatisch wie charmant auf die Leinwand gebracht hätte.

 

Doctor Strange erster Trailer

Tilda Swinton als The Ancient One in Doctor Strange © Marvel

 

Tilda Swinton macht als The Ancient One einen tollen Job und verzückt zu Beginn mit einer unheimlich guten Action-Szene, die sie wohl noch länger begleiten wird. Rachel McAdams bekommt im Film leider nicht die nötige Zeit, um ihren Charakter wirklich zu entfalten, aber das ist in Anbetracht der anderen Charaktere zu erwarten gewesen. Nichtsdestotrotz hat Marvel hier wieder ein erstklassiges Händchen bewiesen und die Marvel-Familie um tolle Schauspieler bereichert.

 

Doctor Strange zeigt auch einmal mehr die Unbekümmertheit mit der man bei Marvel an die „unbekannten“ Comic-Helden herantritt. Schon bei „Ant-Man“ oder „Guardians of the Galaxy“ haben wir zwei Filme gesehen, die sich von der Masse der anderen Superheldenfilme abheben. Regisseur Scott Derrickson scheint genug Freiheiten für seine Version des Films bekommen zu haben und das macht sich auf der Leinwand bezahlt.

 

Marvel’s „Bösewicht“-Problem

Insgesamt hält sich der Film aber dennoch an das bisher erfolgreiche Marvel-Rezept. Starke Hauptdarsteller, viel Action, viele lustige Momente und eine knackig präsentierte Story. Der Humor im Film ist dieses Mal aber wieder durchaus passend und fügt sich relativ gut in das Gesamtkonzepts des Films ein ohne die Ernsthaftigkeit zu sehr zu untergraben. Die Story wird im Verlauf des Films gut nach vorne getragen, der große Knall am Ende fehlt jedoch leider.

 

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Mads Mikkelsen als Kaecilius in Doctor Strange © Marvel

 

Eine Sache, die bei Marvel’s „Doctor Strange“ nicht so gelungen ist und womit man bei Marvel Filmen wohl rechnen muss, ist die Präsentation des „Bösen“. Auch „Doctor Strange“ schafft es nicht einen Bösewicht zu liefern, der sein Potential voll entfalten kann und der einen ebenso in seinen Bann zieht, wie der „gute“ Hauptdarsteller. Mads Mikkelsen spielt die Rolle des Kaecilius zwar sehr solide, aber man lässt ihm, ähnlich wie anderen Nebencharakteren, zu wenig Zeit, um den Charakter richtig zu entfalten. Dem Film tut dies zwar keinen Abbruch, aber insgesamt hätte die Story damit mehr Fahrt aufnehmen können.

 

Fazit

Was bleibt ist auf jeden Fall ein toller und wirklich beeindruckender Kinofilm, der neben seinen spektakulären Effekten mit einem bestens aufgelegten Benedict Cumberbatch punkten kann. Der Film verdient es auf jeden Fall auf der großen Leinwand gesehen zu werden und 3D-Muffel sollten sich überlegen, ob sie bei diesem Film nicht vielleicht eine Ausnahme machen sollten. Die Wertung findet ihr auf der Filmseite zu Doctor Strange.

 

Eure Meinung

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